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Nicht jeder Zwischenfall kann verhindert werden. Doch wenn der Arbeitgeber nichts oder nur wenig für die Reisesicherheit seiner Mitarbeiter unternimmt, kann dieses Verhalten schwerwiegende Folgen haben. Dabei wird nicht nur die Gesundheit und das Leben des Reisenden unnötig aufs Spiel gesetzt. Hohe materielle, aber auch immaterielle Schäden und empfindliche Strafen können dem Arbeitgeber für Versäumnisse blühen.

Finanzielle Mehrkosten durch mangelndes Management

Durch eine gewissenhafte Organisation geeigneter präventiver Maßnahmen können viele Vorfälle und damit einhergehende Folgekosten bereits im Vorfeld vermieden werden. Denn jeder schwerwiegende Zwischenfall auf einer Geschäftsreise kann schnelle reaktive Maßnahmen erforderlich machen. Diese können jedoch sehr teuer sein und binden unplanmäßig Ressourcen. Hat das Unternehmen bereits ein geeignetes Krisenmanagement eingerichtet, ist es in der Lage, verhältnismäßig strukturiert und somit effizienter auf plötzlich eintretende Notfälle und Krisen zu reagieren. Wird der Arbeitgeber jedoch vollkommen unvorbereitet von einem Zwischenfall getroffen, können durch den unplanmäßigen Mehraufwand und eine potentielle Überforderung der Organisationsstruktur hohe Kosten bei gleichzeitig relativ niedriger Leistung die Folge sein. Fest steht: Zwischenfälle kosten Geld, doch wer sie zu verhindern weiß und darauf vorbereitet ist, kann viele Ressourcen und damit hohe Kosten sparen.

Unabsehbare Reputationsschäden

Je nach Art des Vorfalls ist auch das Ansehen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter betroffen. Doch zeigen Ereignisse der Vergangenheit, dass selbst eine eingetretene Krise nicht zwangsläufig einen Reputationsschaden zur Folge haben muss. Doch nur wer gut gerüstet ist, hat die Chance, ohne nennenswerte negative Folgen für das eigene Ansehen aus einem Zwischenfall hervorzugehen. Ist man allerdings nur schlecht oder gar nicht vorbereitet und wird von einem Not- oder Krisenfall überrumpelt, kann man schnell in Erklärungsnot geraten. Rufschäden können dann nicht nur durch externe Stellen wie Mitbewerber oder Presse, sondern auch durch unternehmensinterne Parteien entstehen. Denn mangelnde Fürsorge des Arbeitgebers wirkt sich in den meisten Fällen auch äußerst nachteilig auf das Unternehmensklima und die Loyalität der Mitarbeiter aus.

Rechtliche Konsequenzen

Auch aus rechtlicher Sicht können Versäumnisse folgenreich sein. Wurden gesetzliche Vorgaben nicht berücksichtigt oder gar vorsätzlich missachtet, drohen hohe Strafen. Diese reichen, je nach Schwere des Verschuldens, von empfindlichen Geldstrafen bis hin zu langen Haftstrafen der Verantwortlichen. Auch zivilrechtlich kann der Arbeitgeber von Geschädigten mit hohen Schadensersatzforderungen belangt werden. Bei rechtswidrigem Handeln bleiben die Unternehmen meist selbst auf den Kosten sitzen, da herkömmliche Versicherungspolicen nicht mehr greifen. Doch selbst wenn kein Schadensfall eintritt, kann der Arbeitgeber für unzureichende Sicherheitsmaßnahmen belangt werden.

Fazit: Prävention und Vorbereitung zahlen sich aus

Auch wer vorbereitet ist und umfassend präventiv tätig wird, kann sich nicht vor allem schützen. Doch geeignete Maßnahmen können bestehende Risiken zumindest minimieren und potentielle Schäden begrenzen. Besonders Folgeschäden durch ein schlechtes Management und unprofessionelle Intervention müssen bei jeder Entscheidung in die Betrachtung miteinbezogen werden. Im Ernstfall kann ein effektives Reisesicherheitsmanagement goldwert sein.